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NIE WIEDER „BAD HAIR DAY“

Der calligraphy cut

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Als ich ins Münsterland zog, war ich auf der Suche nach einem neuen Friseur. Bei der Internetrecherche stieß ich recht schnell auf den Calligraphy Cut und seinen Erfinder Frank Brormann. Ein Haarschnitt mit einer Klinge, der mein doch eher feines Haar griffiger, voluminöser und glänzender machen sollte, das klang erstmal zu schön, um wahr zu sein… Mein erstes Mal hat mich dann gleich so überzeugt, dass seitdem keine Schere mehr an meine Haare gekommen ist, und es auch nie wieder wird! Für mich ist es immer noch ein kleines Wunder, dass das wirklich einen so gewaltigen Unterschied macht, mit welchem Werkzeug man schneidet. Daher war ich dann auch nicht so richtig überrascht, als Frank Brormann vor etwa einem halben Jahr plötzlich im Fernsehen auftauchte. Bei der Sendung „Die Höhle der Löwen“ räumte er richtig ab. Er kam, um einen Investor zu überzeugen, 500.000€ in seinen Calligraphen zu investieren, und bekam schließlich von zwei Löwenteams das Angebot von 1 Million Euro. Spätestens da wurde mir klar, dass der Calligraphy Cut nicht einfach nur endlich eine für mich passende Art des Haarschnitts ist, sondern eine Revolution des Haareschneidens. Als ich meinen Münsterland-Blog startete, stand für mich fest, dass ich Frank Brorman interviewen muss

 

„Friseur ist der schönste Beruf auf der Welt!“

Herr Brormann, kommen Sie überhaupt noch zum Haareschneiden?

Nein. Nur noch innerhalb der Seminare, aber nicht mehr im Salon. Das ist gerade          zeitlich einfach nicht mehr möglich.

Das Friseurhandwerk wurde Ihnen ja in die Wiege gelegt, schon Ihre Eltern hatten hier in Oelde einen Salon. Wollten Sie schon immer Friseur werden?

Ich wollte nie Friseur werden! Ich habe drei Geschwister, und mein Vater wollte immer, dass das einer von uns macht, aber ich wollte tatsächlich Polizist werden… Als ich fünfzehn Jahre alt war, hat mein Vater mir angeboten, auf ein Friseur-Internat nach Bayern zu schicken, und das hat mich sehr gereizt in dem Alter, so weit weg, ins fremde „Ausland“, nach Bayern. Ich bin dann einfach mal ins kalte Wasser gesprungen, und zum Glück hat es mir ab dem zweiten Tag sehr viel Spaß gemacht. Heute ist es für mich der schönste Beruf auf dieser Erde, weil er sich immer wandelt, immer verändert, es einfach unendlich viele Möglichkeiten gibt, und das zeige ich ja gerade, mit dem, was ich mache. Da gibt es keine Grenzen!

Scheren haben schon die alten Römer benutzt, vermutlich auch, um Haare zu schneiden. Was hat Sie an den Scheren so gestört, dass Sie den Calligraphen erfunden haben?

Die Schere war immer gut und ist auch gut. In den 60er Jahren hat mein größtes Vorbild in Friseur-Branche, Vidal Sassoon, das Messer abgelöst durch das perfekte Schneiden mit der Schere. Eine Schere schneidet das Haar zwar exakt, aber sie quetscht es immer leicht beim Schneiden. Eine Schere kann es nicht anders, den wissenschaftlichen Beweis haben wir ja auch dafür. Das einzige Werkzeug, das wirklich sauber trennt, ist eine Klinge. Mit der Calligraphy habe ich eine Technik entwickelt, die zwar die Anwendungstechnologie der Schere verwendet, aber als Werkzeug tatsächlich die Klinge benutzt. Dadurch wird das Haar sauberer getrennt, es wird Spliss vermieden und Glanz geschaffen. Wir geben den Winkel beim Schneiden durch den Calligraphen genau vor, das ist ganz entscheidend. Jeder, der zuhause einen Nassrasierer benutzt, weiß, dass die Klingen darin auf einen festen Winkel eingebaut sind. Dadurch wird das Haar sauber geschnitten, aber auch Verletzungen an der Haut ausgeschlossen. Der Calligraph ist das einzige Haarschneidewerkzeug auf der Welt, was diesen Winkel auch eingebaut hat.

Wie kamen Sie auf die Idee bei „Die Höhle der Löwen“ mitzumachen?

Ganz provokativ gesagt: Mein Problem ist nicht die Kundin, sondern der Friseur! Die Kundin will diesen Haarschnitt ausprobieren, aber der Friseurdenkt, das geht auch anders. Ist auch sein gutes Recht, habe ich auch mal gedacht… Aber wir haben ja jetzt den Beweis erbracht, dass diese Schneidetechnik tatsächlich gut für das Haar ist, und die Höhle der Löwen hat uns die Welt der Kunden geöffnet, und die Friseure machen mit.

Gab es eine Vorbereitung auf die Sendung? Mussten Ihre besten Freunde Frank Thelen und Carsten Maschmeyer mimen und sich immer wieder Ihre Präsentation anhören?

Ja, das war so. Ich hatte zwar von der Bewerbung bis zur Aufnahme nur dreieinhalb Wochen Zeit gehabt, aber ich hab mich tatsächlich vorbereitet. Nachdem mein „Pitch“ von der Theorie her stand, habe ich ihn getestet, vor meinen Freunden und Kindern, die mussten die ganz Zeit schauen, ob ich authentisch bin. Dann auch vor verschiedenen Unternehmern, branchenfremd und aus der Branche, und deren Feedback habe ich natürlich eingebaut.

Wie verlief dann die Sendung aus Ihrer Perspektive?

Die Sendung lief mehr als erwünscht, ja, traumhaft. Mein Ziel war schon, alle zu begeistern, sodass ein Bieter-Wettkampf entsteht. Das hat ja auch geklappt, was so nicht vorherzusehen war. Ob ich mich am Ende richtig oder falsch entschieden habe, das weiß man ja nie, das ist so wie mit der Liebe…

Wenn man den Calligraphy Cut ausprobieren möchte, einem der Weg nach Oelde aber ein bisschen zu weit ist, was kann man tun?

Wir haben mittlerweile über tausend Friseursalons in Deutschland und inzwischen schon elf änderen Ländern geschult, und über 3.000 Friseure. Die findet man ganz einfach über Google und Co. So findet man auch jemanden in seiner Nähe. Und das schöne ist, dass man sich sicher sein kann, dass wer den Calligraphen in den Händen hält, der auch geschult wurde. Wie gut oder schlecht der Friseur in seiner Kreativität ist, können wir nicht beeinflussen, aber das Werkzeug kann er anwenden.

In meinem Blog schreibe ich ja über das Münsterland, Ihre Heimat. Nachdem ich in Oelde einen Calligraphy Cut erhalten habe, was sollte ich mir in der Umgebung unbedingt noch ansehen?

Hier gibt es sehr viele kleine und mittelgroße Städte mit ihrem ganz individuellen Reiz. Gerade ist Münster mein Favorit mit seiner Vielfalt und seinem Wochenmarkt. Ich wohne ja in Oelde, auch hier gibt es einen wirklich tollen Wochenmarkt. Dann noch das Golddorf Stromberg mit der alten Ritterburg, das hat auch schon seinen Reiz. Das wären so meine Highlights im Münsterland.

Wenn auch du keinen „Bad Hair Day“ mehr erleben willst, solltest du den Calligraphy Cut unbedingt mal ausprobieren… Aber Vorsicht: macht süchtig!

 

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von der Webseite „Zauberhaftes Münsterland“ zur Verfügung gestellt.

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